E-paper - 09. Oktober 2020
Verlagsbeilage NK

E-Paper - Auswahl
 
 

Dach ausbauen und Steuern sparen

Ein gut isoliertes Dach spart Hauseigentümern viel Energie und steigert den Wert ihrer Immobilie. Dachsanierungen sind nicht nur Pflicht, sie werden auch steuerlich gefördert.

10,5 Millionen Dächer benötigen in Deutschland eine energetische Sanierung, schätzt das Forschungsinstitut für Wärmeschutz. Eine Dachsanierung hilft, bis zu 30 Prozent Energie einzusparen und die CO2-Emissionen deutlich zu senken. Hauseigentümer können so ihre Kosten nachhaltig reduzieren und zum Erreichen der Klimaschutzziele beitragen. „Dachsanierungen verbessern die bauphysikalischen Eigenschaften von Immobilien und wirken sich dadurch wertsteigernd aus“, sagt Thomas Mau von der BHW Bausparkasse. Ein gut gedämmtes Dach hält Wärme im Haus, Hitze draußen, und verbessert den Feuchte- und Schallschutz.

Kostbare Platzreserve

Dachsanierer gewinnen durch die gute Isolierung des Daches aber auch neuen Wohnraum. „Je höher die Bodenpreise, desto kostbarer wird die Platzreserve unterm Dach“, so Mau. Neben einer fachgerechten Dämmung sind vor allem große Fenster entscheidend. Einige Hersteller bieten Fenster an, die man dicht nebeneinander in Schrägdächer einsetzen lassen oder bis zum Boden verlängern kann. So erhöht sich der Lichteinfall – Wohnkomfort inklusive.

Nachrüsten und Steuern sparen

Im Zuge des Klimaschutzes ist die energetische Sanierung von Dächern sogar gesetzlich vorgeschrieben. Eigentümer können das komplette Dach oder aber die oberste Geschossdecke gegen Wärmeverluste nachrüsten. Vorsicht: Wer einen ungedämmten Altbau kauft, muss innerhalb von zwei Jahren nach Eintragung im Grundbuch die Dachsanierung abgeschlossen haben. Das gilt auch, wenn man ein Haus erbt oder übernimmt. Mau: „Die Kosten für die professionelle Nachrüstung sollte man realistisch kalkulieren.“ Seit Anfang dieses Jahres lassen sich bis zu 20 Prozent der Kosten für eine Dachdämmung über drei Jahre hinweg von der Steuer absetzen.red

Verlagsbeilage NK vom Freitag, 9. Oktober 2020, Seite 34 (7 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE